»Das Einzige, was wir zu fürchten haben, ist die Furcht selbst.« — Franklin D. Roosevelt
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David X. Noack

Geschichte und internationale Politik im linken Fokus

Muammar al-Gaddafi – Das Ende eines Herausforderers

Am 14. Januar 2011 wurde der tunesische Staatschef gestürzt und ging ins Exil. Der entscheidende Moment des Umsturzes war die Weigerung des tunesischen Armeechefs, auf die aufgebrachten Demonstranten zu schießen. Der Armee-Befehlshaber teilte dem Staatschef mit, dass »Washington ihm befiehlt, zu fliehen« (von Raussendorff 2011). Der Angelpunkt der Revolte wäre demnach nicht die »Demokratiebewegung «, sondern der Einfluss der USA. Auf den Militärputsch in Tunesien folgte die Absetzung des US-Statthalters am Nil, Hosni Mubarak. Im Gegensatz zu Tunesien drohte nun die Demonstrationswelle mit nachfolgenden Militärputschen für den Westen aus dem Ruder zu laufen. So erhielten in Ägypten die »Nationalkapitalisten« eine wichtige Stellung. Sie lehnten den Mubarak-Clan ab, da dessen Familienmitglieder »alles privatisieren, was sie in die Hände bekommen können« (Amar 2011), doch lehnten sie auch, nach der Machtübernahme, einen IWF-Kredit ab, akzeptierten aber Kredite aus Saudi-Arabien, Katar sowie China und stoppten das offizielle Privatisierungsprogramm. Diese Politik stellt einen bedeutenden Kurswechsel in der Außen- und Wirtschaftspolitik Ägyptens dar. [...]

Vollständige Fassung ausschließlich in der aktuellen Ausgabe des “ARGUMENTS”.

DAS ARGUMENT 295, 6 / 2011

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